Auf den Spuren der kubanischen Geschichte Seit seiner Entdeckung hat Kuba die Weltgeschichte entscheidend mitgeprägt.

Revolutionsschild in Kuba
Seit seiner Entdeckung hat Kuba die Weltgeschichte entscheidend mitgeprägt. In den Straßen und Winkeln werdet Ihr die Überreste kurioser Geschichten der Insel finden! Seid Ihr bereit, die verschiedenen historischen Einflüsse kennenzulernen?

Inhaltsverzeichnis

Trotz seiner geringen Größe stand es im Epizentrum solcher Kontexte wie der Kolonialisierung Amerikas, dem Ende des spanischen Imperiums, der Politik und Kultur der Vereinigten Staaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder den weltpolitisch äußerst gefährlichen Momenten des Kalten Krieges (Kuba-Krise). In ihren Straßen und Winkeln findet Ihr die Überreste dieser  Geschichte, die durch die geopolitsche, strategische Bedeutung dieser Insel,  den Lauf der Geschichte bestimmten.

Kolonialisierung Kubas durch Spanien

Als man 1508 von Baracoa abfuhr, wusste man dank der Seereise des spanischen Seefahrers Sebastián Ocampo, dass Kuba eine Insel und keine Halbinsel des amerikanischen Kontinents ist. Von da an und während der gesamten Kolonialzeit nutzte die spanische Krone Kuba als Zentrum des Handels mit den anderen Kolonien in Lateinamerika und als Hauptexporteur von Rohrzucker in der Welt. Expeditionen, wie die von Hernán Cortés, in das Aztekenreich starteten an kubanischen Küsten, , und im 17. Jahrhundert kam es zu Invasionen von Piratenflotten und sogar der britischen Marine. Diese Marine eroberte Havanna 1762 während des Siebenjährigen Krieges. Nach mehreren Monaten des Kampfes übernahmen die Briten die Kontrolle über den damals wichtigsten Hafen Amerikas. Havanna war also 11 Monate lang britisch, als das spanische Königreich Havanna gegen die von ihm kontrollierten Gebiete in Florida eintauschte. Die Geschichte dieses Kampfes wird in La Punta offensichtlich, einer alten Festung am Eingang der Bucht von Havanna. Dort sind Überreste gesunkener Schiffe und weitere Funde zu besichtigen. Nach dieser Niederlage beschloss das Königreich Spanien die Festung San Carlos de La Cabaña zu errichten. Es handelt sich um die größte koloniale Festung Amerikas, die täglich für Besucher / Besucherinnen zugänglich ist und es ermöglicht, das Leben im Kuba des 17. Jahrhunderts nachzuvollziehen.

Unabhängigkeit und Gründung der kubanischen Republik

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts erlangte die Insel ihre Unabhängigkeit und beteiligte sich an einem großen Konflikt zwischen spanischen und amerikanischen Truppen. Letztere wurden von Theodor Roosevelt selbst befehligt, der nach dem gewonnenen Krieg den Weg in die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten fand. Der spanisch-amerikanische Konflikt brachte die vernichtende Niederlage für Spanien  mit sich, und eine ganze Kriegsflotte versank in den Gewässern der Bucht von Santiago de Cuba Die Überreste dieser Flotte sind heute eines der besten Taucherlebnisse, die die Insel zu bieten hat. Dieser Konflikt führte 1902  aber auch zur Gründung einer Republik auf der Insel, die eng mit den wirtschaftlichen und politischen Interessen der Vereinigten Staaten verbunden war. Von da an hatte das republikanische Kuba zwei Gesichter, einerseits Ungleichheit und Armut auf dem Land und andererseits eine schwindelerregende Entwicklung in den Städten, insbesondere in Havanna. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Kuba die Ikone der Moderne und des kulturellen Lebens in Lateinamerika. Noch heute spürt man den nostalgischen Nachhall des 20. Jahrhunderts bis in die  50er Jahre, Oldtimer, große Theater, Jugendstilarchitektur, ArtDeco und Modernismus, wofür die Viertel El Vedado und Miramar sicherlich die besten Zeugen sind.

Die Revolution

Wenn Euch die Geschichte Kubas interessiert, habt Ihr sicherlich schon Bücher oder Artikel auf Wikipedia über die Revolution gelesen. Denn ohne Zweifel war der Triumph der kubanischen Revolution im Januar 1959 das geopolitisch  bedeutendste Ereignis in der Geschichte Kubas und zugleich mitten im Kalten Krieg ein Geschehen, das immense politische Verwicklungen zur Folge hatte. Die kubanische Revolution inspirierte linke Bewegungen, bewaffnete und unbewaffnete Unabhängigkeitsbefürworter und antikoloniale Gruppen auf der ganzen Welt. Persönlichkeiten wie Che Guevara und Fidel Castro wurden zu internationalen Symbolen der Rebellion. Man könnte sagen, dass die kubanische Revolution den Lauf der lateinamerikanischen Geschichte vollständig veränderte und die Insel zum Epizentrum der Veränderungen und Revolutionen der turbulenten 1960er Jahre machte. Und ohne Zweifel war die Plaza de la Revolución die Hauptbühne der Revolution Kubas. Die Reden von Fidel Castro, die zahlreichen Versammlungen und sogar das berühmte Bild von Che Guevara hatten diesen majestätischen Platz als Bühne.

Kuba und der Kalte Krieg

Mit der kubanischen Revolution wurde die Insel zu einem der Hauptprotagonisten in der Zeit des Kalten Krieges. Anhänger des Sozialismus wie Kapitalismus wurden auf den Plan gerufen. Vor diesem Hintergrund ist auch die von den Vereinigten Staaten unterstützte militärische Invasion in der Schweinebucht zu betrachten,  die das Ziel hatte, Kuba einzunehmen und das sozialistische  Projekt Fidel Castros  zu unterbinden. Der kubanische Sieg führte zur Entwicklung des sozialistischen Charakters der Revolution durch Fidel Castro – eine Antwort auf den Angriff der USA – was auch zur endgültigen Annäherung der Insel an die UdSSR führte. Dies verschlimmerte die bereits angespannte Beziehung zu den USA, wodurch schließlich die Krise um die sowjetischen Raketenbasen die Welt an den Rand eines Atomkriegs brachte. Die Geschichte dieser Tage wird immer noch von den Kubanern erzählt, die sie durchlebt haben. Einige dieser Raketen sind in Havanna noch zu finden.

Kuba scheint immer noch ein lebendiges Porträt jener Momente zu sein, die die Welt veränderten. Es ist ein Land, in dem die Moderne mit seiner Geschichte verschmilzt, auch wenn es an einigen Ecken scheint, als sei die Zeit stehen geblieben.

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