Kaffee auf Kuba Ein Grundstein der kubanischen Kultur, Geschichte und Tradition

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Wie Rum und Tabak ist Kaffee Teil der kubanischen Lebensweise. Entdeckt die verschiedenen Möglichkeiten, echten kubanischen Kaffee herzustellen, genießt das aromatische Heißgetränk und besucht einen Kaffeebauern im Viñalestal.

Entdeckt den kubanischen Kaffee

Ihr liebt Kaffee und schwört auf die Wirkung dieses flüssigen Goldes? Dann ist eine Kuba Reise genau das Richtige für Euch! Im Kaffee Land Kuba könnt Ihr Euch auf die Spuren der schwarzen Bohnen begeben und erfahren wie diese zum Getränk werden.

Die kubanische Kaffee-Industrie hat eine turbulente Vergangenheit hinter sich, wächst aber bis heute immer weiter. Nicht nur die Kaffeebohnen und der Produktionsprozess sind in Kuba etwas Besonderes, sondern auch die Art und Weise, wie der Kaffee in Kuba serviert wird. Wir haben für Euch alles Wissenswerte zum Thema Kaffee in Kuba zusammengetragen. Vorsicht, es wird lecker!

Kuba-Reisende erfahren von einem kubanischen Kaffeebauern etwas über Kaffeebohnen und ihren Produktionsprozess.

Wo wird Kaffee in Kuba angebaut?

Am Besten schaut Ihr Euch das einfach direkt einmal an. Besucht einen Kaffeebauer auf seiner Plantage und erfahrt direkt von ihm alles, was Ihr über die köstlichen Kaffeebohnen oder den Produktionsprozess wissen möchtet. Gerade die westlichen Regionen des Landes geben dabei viel her und zählen nicht ohne Grund zu den besten und beliebtesten Kaffeeregionen in Kuba.

Im Sierra Maestra Nationalpark könnt Ihr den Besuch einer Kaffeeplantage mit einer Wanderung in den Bergen kombinieren. Durch die abwechslungsreichen Landschaften der Inseln ist Wandern in Kuba eine besonders schöne Aktivität! Bleibt Ihr auf Eurer Kuba Reise nur im Westen des Landes könnt Ihr einen Zwischenstopp in Soroa einlegen, einem idyllischen, kleinen Dorf mit einigen umliegenden Kaffeeplantagen.

Weitere bekannte Kaffeeplantagen findet Ihr vereinzelt in Zentralkuba. Einige davon befinden sich in El Cobre, La Gran Piedra, Dos Palmas und Contramaestre. Vor allem La Gran Piedra gilt als besuchenswertes Kaffeeanbaugebiet. Dort gibt es neben einer Vielzahl an Kaffeefarmen auch ein Kaffeemuseum zu besichtigen, das viele interessante Fakten über Kaffee in Kuba für Euch bereithält.

Die Geschichte des Kaffees in Kuba

Mitte des 18. Jahrhunderts brachte der Geschäftsmann José Antonio Gelabert den Kaffee nach Kuba. Er hatte das Getränk bei einer seiner Reisen in die dominikanische Republik kennengelernt und pflanzte die mitgebrachten Kaffeebohnen auf einem Grundstück außerhalb Havannas an. Bis ins Jahr 1790 war Kaffee in Kuba jedoch von geringer Bedeutung und es gab nur wenige Kaffeeplantagen.

Erst mit der haitianischen Revolution von 1791, wurde Kaffee in Kuba populär. Der erfolgreiche Aufstand der Sklaven in Haiti zwang die französischen Kolonialherren und Kaffeeplantagen-Besitzer die Insel zu verlassen. Diese siedelten sich nun vermehrt in Kuba an, um Ihr lukratives Geschäft mit dem Kaffee in Kuba fortführen zu können.

Sowohl das Klima als auch die Bodenbedingungen, die die geflüchteten Kolonialherren in Kuba vor fanden, eigneten sich bestens zur Kaffeeproduktion und schon bald stieg Kuba als Produktionsland für Kaffee in den internationalen Markt ein. Den großen Erfolg des kubanischen Kaffee-Exportes sicherte nicht zuletzt, die bis ins Jahr 1886 bestehende Sklaverei, die den Kolonialherren die nötigen Arbeitskräfte sicherte und die Gewinnspanne hoch hielt.

Kaffee in Kuba nach der Revolution

Nach der kubanischen Revolution von 1953 verlor Kaffee in Kuba allmählich an Bedeutung.  Ab 1956 erfolgte der Abstieg dieser einmaligen Kernindustrie. Der Grund dafür lag in der Verstaatlichung der gesamten Kaffeeindustrie – sprich: Kaffeeplantagen und -fabriken gehörten nun der Regierung, was gravierende Folgen für die Effizienz der Produktion hatte.

Ebenso wurde der Export von Kaffee aus Kuba in westliche Staaten beendet und lediglich in die sozialistischen Staaten Europas, die ähnliche politische Ziele und Systeme hatten, fortgeführt. Der Export an sozialistische Staaten sicherte die kubanische Kaffeeindustrie nur noch zu einem kleinen Teil. Nach dem Kollabieren der Sowjetunion verschwand der kubanische Kaffee zeitweise ganz vom globalen Kaffeemarkt.

Nahaufnahme einer Kaffeepflanze in einer besuchbaren Kaffeeplantage

Kaffee in Kuba heute

Heute hat die kubanische Kaffeeindustrie wieder an Bedeutung und internationalem Einfluss gewonnen. Zu den Top Kaffee Exporteuren zählt es aber – im Gegensatz zu vielen seiner Nachbarländer – nicht. Für die Kaffeeindustrie in Kuba gibt es noch einige Herausforderungen zu überwinden: Zum einen ist die Infrastruktur der Kaffeeanbauregionen noch ausbaubar, zum anderen belastet das Klima immer wieder den Anbau der Kaffeepflanzen und die Ernte.

Kaffee in Kuba gehört trotzdem fest zum Alltag der Kubaner und Kubanerinnen und darf zu keinem Zeitpunkt fehlen. Sei es beim Frühstück, in der Mittagspause oder als Wachmacher nach einer durchzechten Nacht in einer Salsabar. Probiert bei Eurer Kuba Rundreise selbst einmal das köstliche Getränk und lernt die verschiedenen Eigenarten kubanischen Kaffees kennen oder besucht sogar eine Kaffeeplantage.

Wie trinkt man Kaffee in Kuba?

In Kuba und auch in den Regionen der Welt mit einem starken kubanischen Einfluss, wie etwa das nah gelegene Florida, genießt man Kaffee meist sehr stark und süß. Der Kaffee in Kuba wird außerdem nach ganz spezifischen Methoden zubereitet. Hier findet Ihr eine Liste von kubanischen Kaffeespezialitäten, die Ihr auf Eurer Kuba Reise genießen könnt:

  1. Cafecito – Auch als Café Cubano bekannt, ist ein sehr intensives, kleines und süßes Getränk, das im Wesentlichen eine Mischung von Kaffee und braunem Zucker ist. Bereits beim Aufbrühen fügt man Zucker hinzu, folglich ist der Cafecito extrem süß.
  2. Cortadito – Hinter diesem Begriff verbirgt sich ganz einfach ein Cafecito mit Milch! Wenn Ihr also Kaffee mit Milch und Zucker bevorzugt, ist die beste Wahl für Euch ein Cortadito.
  3. Café con Leche – Café con Leche bedeutet auf Spanisch Kaffee mit Milch. Dieser wird nicht als normaler Macchiato oder Latte serviert, sondern ist ein Espresso mit einer Tasse Milch, die traditionell getrennt serviert und dann selbst im gewünschten Mengenverhältnis gemischt werden. Wenn Ihr einen schwarzen Kaffee ohne Zucker wollt, bestellt Ihr am besten einen Café con Leche. Dann könnt Ihr Euren Espresso ganz zuckerfrei genießen und mit einem Glas Milch nachspülen.
  4. Colada – Wenn die Kubaner ihre Mittagspause machen, besuchen sie gerne mal ein Café in der Nähe, wo sie zusammen einen Colada bestellen. Ein Colada ist ein großer Cortadito, der normalerweise 4 oder 5 Shots Espresso beinhaltet und in einer großen Tasse angeboten wird. Die Kubaner teilen sich diesen Kaffee meist in gemeinsamer Runde – so geht Teambuilding in der Karibik.
Eine Kaffeetasse und eine kubanische Zigarre auf einem Tisch.

Wo kann man Kaffee in Kuba genießen?

Wie wäre es damit, wenn Ihr Euren kubanischen Kaffee erst direkt vom Kaffeebauern der Kaffeeplantage erhaltet, ihn anschließend in der Tasse trocknen und dann rösten lasst – um ihn schließlich umgeben von beeindruckender Natur zu genießen? Klingt traumhaft? In Kuba ist es möglich. Besucht einfach eine Kaffeeplantage im Westen der Insel und taucht in die Welt des Kaffees ein. Die Kaffeebauern teilen ihr Wissen über den Kaffee in Kuba und seine Herstellung sehr gern, authentischer kann der Kaffee Genuss kaum sein.

Wenn Ihr in Kuba Kaffee trinken möchtet, aber sich auf Eurer Reise Route keine Kaffeeplantage in der Nähe befindet, könnt Ihr dieses flüssige Gold auch in einer “Cafeteria” probieren. Diese kleinen Unternehmen servieren nicht nur Kaffee, sondern auch leckere kleine Mahlzeiten. So könnt Ihr überall in Kuba Kaffee genießen!

Eine Espresso Tasse auf einem Tisch in einer Cafeteria in Kuba

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